Za’atar-Kartoffeln mit Feta-Labneh: Warum Kartoffeln auf Labneh jetzt mein klares Ja sind

4.8/5 - (67 votes)

Manchmal braucht es nur ein einziges Gericht, und plötzlich ist klar: So schmeckt der Frühling. Za’atar-Kartoffeln mit Feta-Labneh sind genau so ein Fall. Außen knusprig, innen weich, dazu cremig, frisch und ein bisschen überraschend. Das ist kein schweres Essen. Das ist eher ein Teller, der sofort gute Laune macht.

Warum dieses Gericht so gut funktioniert

Kartoffeln und Labneh klingen erst einmal schlicht. Doch genau darin liegt der Reiz. Die warmen Ofenkartoffeln treffen auf eine kühle, leicht säuerliche Creme. Dazu kommt Za’atar mit seinem würzigen, kräuterigen Aroma. Das Ergebnis schmeckt vertraut und trotzdem neu.

Wenn dann noch Spargel und Radieschen dazukommen, wird daraus ein echtes Saisongericht. Es ist leicht genug für milde Tage und trotzdem sättigend. Genau diese Mischung macht es so alltagstauglich.

Hähnchen mal anders: süß, würzig und knusprig – die perfekte Kombination, die sofort überzeugt
Hähnchen mal anders: süß, würzig und knusprig – die perfekte Kombination, die sofort überzeugt

Manchmal braucht es nur einen kleinen Dreh, damit ein bekanntes Gericht wieder spannend wird. Genau das passiert hier: Hähnchen mit Brezelkruste und Honig-Senf-Soße ist außen knusprig, innen saftig und gleichzeitig süß, würzig und ein bisschen überraschend. Das ist kein langweiliges Feierabendessen. Das ist ein Teller, der sofort neugierig macht.Warum dieses... Weiterlesen

21 Stimmen· 58 Kommentare·

Das brauchen Sie für 4 Personen

Für dieses Rezept sollten Sie die Mengen nicht zu knapp bemessen. Es ist eines dieser Gerichte, bei denen alle noch einmal nachnehmen wollen.

  • 800 g kleine festkochende Kartoffeln
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 bis 3 EL Za’atar
  • 1 TL Salz
  • 1 Prise schwarzer Pfeffer
  • 1 Bund grüner Spargel, etwa 500 g
  • 1 Bund Radieschen, etwa 1 kleines Bund
  • 200 g Feta
  • 250 g Labneh
  • 2 bis 3 EL Joghurt oder Rahmjoghurt, falls die Creme etwas weicher sein soll
  • 1 kleine Knoblauchzehe, fein gerieben
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 Handvoll frische Kräuter, zum Beispiel Dill, Petersilie oder Minze
💬
Haben Sie eine Frage zu diesem Artikel?

Was ist Labneh eigentlich

Labneh ist ein cremiger, leicht säuerlicher Frischkäse aus abgetropftem Joghurt. Er ist dicker als Joghurt, aber weicher als klassischer Frischkäse. Genau das macht ihn so spannend. Er trägt die Kartoffeln, ohne zu schwer zu wirken.

Wenn Sie Labneh nicht finden, ist das kein Problem. Nehmen Sie einfach Rahmquark oder lassen Sie Rahmjoghurt über Nacht in einem Mulltuch abtropfen. So bekommen Sie einen ähnlichen Effekt. Und ehrlich: Das Ergebnis überzeugt fast immer.

So gelingt die Zubereitung Schritt für Schritt

Die Zubereitung ist einfach. Sie brauchen nur etwas Geduld beim Rösten. Dafür lohnt sich jede Minute im Ofen.

1. Die Kartoffeln vorbereiten

Heizen Sie den Ofen auf 180 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vor. Waschen Sie die Kartoffeln gründlich und halbieren Sie sie, wenn sie etwas größer sind. Kleine Kartoffeln können Sie ganz lassen.

Geben Sie die Kartoffeln in eine große Schüssel. Mischen Sie sie mit Olivenöl, Za’atar, Salz und Pfeffer. Rühren Sie alles gut durch, bis jede Kartoffel leicht glänzt. Dann verteilen Sie sie auf einem Backblech. Achten Sie darauf, dass sie möglichst nebeneinander liegen.

2. Im Ofen rösten

Backen Sie die Kartoffeln etwa 35 bis 45 Minuten. Wenden Sie sie nach der Hälfte der Zeit einmal. So werden sie gleichmäßig goldbraun. Der Duft wird Sie wahrscheinlich schon jetzt in die Küche locken.

Wenn Sie es eilig haben, können Sie auch auf 220 Grad Celsius gehen. Dann sollten Sie die Gewürze aber erst gegen Ende dazugeben. Sonst verbrennen sie schnell. Bei 180 Grad ist das Aroma runder und sicherer.

3. Spargel und Radieschen vorbereiten

Schneiden Sie beim Spargel die holzigen Enden ab. Den Spargel können Sie je nach Dicke ganz lassen oder halbieren. Die Radieschen putzen Sie und schneiden sie in feine Scheiben.

Den Spargel können Sie roh und ganz zart lassen, wenn er sehr frisch ist. Oder Sie braten ihn kurz in einer Pfanne mit etwas Öl an. So wird er etwas milder und bekommt mehr Tiefe. Beides passt gut.

4. Die Creme anrühren

Vermischen Sie den Labneh mit dem zerbröselten Feta. Fügen Sie den Knoblauch und den Zitronensaft hinzu. Wenn die Masse zu fest ist, rühren Sie 2 bis 3 EL Joghurt ein. Die Creme sollte streichfähig sein, aber noch schön standfest bleiben.

Probieren Sie kurz. Vielleicht braucht die Creme noch etwas Pfeffer oder einen kleinen Spritzer Zitronensaft. Genau hier entsteht der feine Unterschied zwischen gut und richtig gut.

Diese Nudelpfanne wird bei dir zum Dauerbrenner – und du weißt sofort, warum sie immer gelingt
Diese Nudelpfanne wird bei dir zum Dauerbrenner – und du weißt sofort, warum sie immer gelingt

Es gibt Gerichte, die einfach nie nerven. Diese Nudelpfanne mit Hähnchen und Paprika gehört genau dazu. Sie ist schnell gemacht, braucht keine wilde Kochkunst und schmeckt trotzdem so, als hätten Sie sich richtig Mühe gegeben.Das Beste daran? Sie gelingt fast immer. Genau deshalb wird sie bei vielen zum festen Lieblingsessen... Weiterlesen

235 Stimmen· 42 Kommentare·

So richten Sie alles an

Streichen Sie die Feta-Labneh-Creme auf eine große Platte oder direkt auf vier Teller. Verteilen Sie die heißen Za’atar-Kartoffeln darauf. Legen Sie Spargel und Radieschen dazwischen oder daneben. Zum Schluss kommen die Kräuter darüber.

Wenn Sie möchten, können Sie noch ein wenig Olivenöl darüberträufeln. Das macht das Gericht runder. Ein paar zusätzliche Zitronenzesten passen auch gut, wenn Sie es frischer mögen.

Warum dieses Gericht so gut in den Alltag passt

Das Schöne an diesem Rezept ist seine Flexibilität. Sie können es als leichtes Abendessen servieren. Es passt aber auch als Beilage zu Fisch, Halloumi oder gegrilltem Gemüse. Und am nächsten Tag schmeckt es sogar noch fast besser.

Die Kartoffeln bleiben kräftig. Die Creme bleibt cremig. Der Spargel bringt Frische. Das ist keine komplizierte Küche. Es ist einfach klug kombiniert.

Kleine Tipps, die wirklich helfen

  • Nutzen Sie möglichst kleine festkochende Kartoffeln. Sie werden außen besonders knusprig.
  • Wenden Sie die Kartoffeln nur einmal. So behalten sie ihre schöne Kruste.
  • Schneiden Sie den Spargel nicht zu dünn. Sonst wird er schnell weich.
  • Wenn Sie mehr Würze möchten, geben Sie etwas Chiliflocken über die Kartoffeln.
  • Die Creme lässt sich auch gut vorbereiten. Im Kühlschrank zieht sie sogar noch etwas durch.

Ein Frühlingsgericht mit Charakter

Vielleicht ist genau das der Punkt: Dieses Gericht wirkt einfach, aber es hat Charakter. Die Würze von Za’atar, die Wärme der Kartoffeln und die kühle Feta-Labneh-Creme ergeben zusammen etwas, das man nicht so schnell vergisst. Und wenn der Spargel dann noch Saison hat, ist der Moment sowieso perfekt.

Wenn Sie also nach einem Rezept suchen, das vertraut und trotzdem besonders ist, dann sind Sie hier genau richtig. Diese Za’atar-Kartoffeln mit Feta-Labneh sind ein klares Ja. Und zwar eines, das man gern wiederholt.

Martin Lehmann
Martin Lehmann

Ich bin Martin Lehmann, Absolvent der TU Muenchen und seit neun Jahren in der Gastronomie-Redaktion taetig. Ich schreibe ueber regionale Kueche, Produktqualitaet und kulinarische Entwicklungen im deutschsprachigen Raum. Mich interessieren klare Fakten und gute handwerkliche Arbeit.

Artikel: 0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert